Zum Inhalt springen

Womit fängt eine kleine Steuerkanzlei mit KI am besten an?

Von Lukas Göggel, Goma-IT. Stand:

Mit einem einzigen Ablauf, der heute spürbar Zeit kostet und dessen Ergebnis leicht zu prüfen ist, zum Beispiel das Vorsortieren der Mandantenpost oder das Nachschlagen im Kanzleihandbuch. Wer klein anfängt, lernt schnell, was im eigenen Haus funktioniert, und kann dann gezielt erweitern.

In Kürze

  • Nicht mit dem Werkzeug anfangen, sondern mit dem Ablauf, der am meisten stört.
  • Gute erste Kandidaten sind häufig, gleichförmig und leicht prüfbar.
  • Datenschutz und Verschwiegenheit gehören vor den Start, nicht danach.
  • Die Kosten hängen von Umfang, Anbindungen und Betrieb ab, nicht von der Kanzleigröße allein.
  • Ein Probelauf mit echten Fällen zeigt mehr als jede Vorführung.

Am besten mit einem einzigen, klar umrissenen Ablauf. Nicht mit „KI für die ganze Kanzlei“, sondern mit dem Handgriff, über den im Team am häufigsten geseufzt wird. Wer so anfängt, sieht im Probelauf, ob es im eigenen Haus funktioniert, und muss keine großen Entscheidungen auf Verdacht treffen.

Wie findet man den richtigen ersten Ablauf?

Mit drei Fragen an das Team, nicht an die Technik:

  1. Was nervt jeden Tag? Meist ist es etwas Unscheinbares: Anhänge umbenennen, Mails weiterleiten, dieselben Auskünfte am Telefon geben.
  2. Wie oft kommt das vor? Täglich ist besser als monatlich.
  3. Sieht man auf einen Blick, ob das Ergebnis stimmt? Eine abgelegte Datei oder ein Entwurf ist schnell geprüft, eine steuerliche Beurteilung nicht.

Ein Beispiel aus einer Kanzlei mit vier Mitarbeiterinnen: Die Assistenz verbringt jeden Morgen eine ganze Weile damit, das gemeinsame Postfach durchzugehen und Mails an die zuständigen Kolleginnen weiterzuleiten. Das ist häufig, gleichförmig und leicht zu prüfen, also ein guter erster Kandidat.

Welche Einstiege eignen sich für kleine Kanzleien?

Einstieg Passt, wenn … Leistung
Mandantenpost vorsortieren das gemeinsame Postfach täglich Zeit kostet Automatisierung
Anhänge automatisch ablegen viele Belege per Mail kommen Automatisierung
Kanzleiwissen abfragen dieselben internen Fragen immer wieder gestellt werden Wissensdatenbank
Rundschreiben aus Sprachnachrichten Mandanteninformationen regelmäßig liegen bleiben Content-Automatisierung
Chatbot auf der Website viele organisatorische Fragen über Telefon und Website kommen Website-Chatbot

Für kleine Kanzleien ist eine Automatisierung rund um das Postfach oft der naheliegendste Anfang, weil fast jede Kanzlei ein volles Postfach hat. Eine lokale KI auf eigener Hardware ist dagegen selten der erste Schritt.

Was sollte vor dem Start geklärt sein?

Datenschutz und Verschwiegenheit: Welche Daten werden verarbeitet, wo, und welche Verträge braucht es? Das gehört an den Anfang. Die rechtliche Einordnung trifft die Kanzlei; dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung.

Zuständigkeit: Wer in der Kanzlei prüft in der Anfangszeit die Ergebnisse und meldet, was nicht passt?

Erfolgsmaß: Woran merkt die Kanzlei, dass es hilft? Zum Beispiel daran, dass Mails schneller bei der richtigen Person landen.

Wovon hängen die Kosten ab?

Nicht von der Zahl der Mitarbeiter allein, sondern vor allem von drei Dingen:

  • Umfang: ein Ablauf oder mehrere, ein Postfach oder viele
  • Anbindungen: Reichen Postfach und Netzlaufwerk, oder braucht es einen Export aus der Kanzleisoftware?
  • Betrieb: laufende Betreuung, Anpassungen, bei lokaler KI auch die Hardware

Dazu kommt der Aufwand in der Kanzlei selbst: Unterlagen auswählen, Regeln festlegen, in der Anfangszeit prüfen. Konkrete Preise nennen wir hier nicht; sie ergeben sich aus dem Gespräch über Ihren Ablauf.

Was sind typische Fehler beim Einstieg?

Zu viel auf einmal wollen, etwa gleich alle Postfächer, alle Mandanten und alle Bereiche. Ein Werkzeug kaufen, bevor klar ist, welches Problem es lösen soll. Und das Team nicht einbeziehen: Wer den Ablauf täglich erledigt, weiß am besten, wo die Ausnahmen liegen, die ein Ablauf kennen muss.

Wie geht es nach dem ersten Ablauf weiter?

Wenn der erste Ablauf zuverlässig läuft, kennt die Kanzlei die Arbeitsweise und weiß, worauf es ankommt. Der nächste Schritt baut darauf auf, zum Beispiel: Nach dem Vorsortieren der Post kommen Entwürfe für Belegnachforderungen dazu. So wächst der Einsatz mit der Erfahrung statt mit einem großen Plan.

Ob ein Ablauf bei Ihnen technisch umsetzbar ist, etwa mit Ihrer Kanzleisoftware, zeigt die Prüfung im Einzelfall. Einen Überblick über alle Leistungen bietet die Seite Was Goma-IT für Steuerkanzleien macht. Der Einstieg ist ein kostenloses Erstgespräch.

Häufige Fragen

Braucht eine kleine Kanzlei überhaupt KI?

Nicht unbedingt. Wenn die Abläufe gut laufen und niemand unter Routinearbeit leidet, gibt es keinen Grund, etwas zu ändern. Sinnvoll wird es dort, wo dieselben Handgriffe regelmäßig Zeit binden.

Muss jemand in der Kanzlei technisch versiert sein?

Nein. Einrichtung und Betreuung übernimmt Goma-IT. Aus der Kanzlei braucht es jemanden, der die Abläufe kennt und in der Anfangszeit die Ergebnisse prüft.

Was kostet der Einstieg?

Das hängt vom gewählten Ablauf ab und wird im Erstgespräch besprochen. Preise nennen wir auf dieser Website nicht, weil sie vom Umfang abhängen.

Wollen Sie das für Ihre Kanzlei klären?

Im Erstgespräch schauen wir uns Ihre Unterlagen und Programme an und sagen ehrlich, was sinnvoll ist.

Erstgespräch vereinbaren

Lieber gleich reden? Rufen Sie an:
+43 699 17119818